Costa Rica November/Dezember 2005 (19.11.-16.12)
Rundreise mit dem Rucksack mit Kerstin
Der
Urlaub in Costa Rica war wunderschön. Wir hatten nur Hin-und Rückflug gebucht
und die ersten beiden Nächte in San José.

Von dort aus sind wir einfach losgezogen. Es ist in Costa Rica überhaupt
kein Problem, sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortzubewegen. In San
José und Alajuela muss man aufpassen, dass man nicht überfallen wird. Oder
im Bus ausgeraubt wird. Aber wenn man sich vorsichtig verhält, ist man einigermaßen
sicher.
Anbei unsere Reiseroute, die wir mit Hilfe unseres Reiseführers problemlos
bewerkstelligen konnten.
Das bemerkenswerte an Costa Rica ist, dass man
auf kleinem Raum die unterschiedlichsten Klimazonen sieht und ständig nette
junge Leute sowie auf interessante Tiere trifft. Neben Spanischbüchern war auch Kauderwelsch, Spanisch für Costa Rica Wort für Wort sehr hilfreich.
|
Station 1: San José (Tag 1-3)
| Station 2: Cahuita (Tag 3-6) | Station
3: La Fortuna / Vulkan Arenal (Tag 6-8) | Station
4: St. Elena (Tag 8-10) | Station 5: Monztezuma
(Tag 10-16) | Station 6: Quepos/Manuel Antonio (Tag
16-19) | Station 7: Domenical (Tag 19-20) |
Station 8: Panama (Tag 20-23) | Station
9: Porto Viejo (Tag 23-26) | Station 10: San José
(Tag 26-27)
|
Station 1: San José (Tag 1-3) 
Ankunft in der Hauptstadt
Nach dem anstrengenden Flug von München über Amsterdam und Miami nach San José
sind wir wohlbehalten in unserer netten Unterkunft „Kap’s Place“ angekommen
und gleich müde ins Bett gefallen.  Am
nächsten Tag sind wir gemeinsam mit Steffi, einer netten Studentin aus München,
durch die Straßen der Landeshauptstadt gezogen. Besonders ist die Hauptstadt
nicht, aber wir hatten trotzdem einen netten Tag in den Straßen und Parks.
Im Parque la Sabana haben wir einheimisches Essen gekostet und eine Kindergruppe
beim Tanzen zugesehen. Abends haben wir uns in der schnuckeligen Küche Nudeln
gekocht und eine Wassermelone verspeist. Im Internet haben wir uns über
die nächsten Ziele unserer Reise schlau gemacht. Der Plan ist, dass wir
als nächstes nach Cahuita an der Karibikküste fahren. Christoph, unser gemeinsamer
Freund, war kurz vor uns in Costa Rica und hat uns an der Rezeption eine
Nachricht mit Unterkunftsempfehlung in Cahuita hinterlassen. Abends
haben wir uns in San José nicht auf die Straße getraut und das war auch
gut so. Wir haben im Laufe unserer Reise von einigen gehört, die dabei überfallen
wurden. Am zweiten Morgen in San José wurden wir sehr früh von lautem Vogelgezwitscher
geweckt, sodass ich gegen 6 Uhr aufgestanden bin und auf der Veranda Spanisch
gelernt habe. Später sind wir von Kap’s Place aus mit dem Taxi zum Busbahnhof,
von wo aus wir den Bus nach Cahuita an der südlichen Karibikküste genommen
haben. Für die 195 km (5 $ pro Person) haben wir gut vier Stunden gebraucht.
Es war sehr heiß im Bus und ich war ziemlich müde. Habe
trotzdem die Augen offen gehalten, damit ich aus dem Fenster sehen konnte.
Beim Verlassen des Zentrums sind wir an einigen sehr heruntergekommenen
Wellblechsiedlungen vorbeigekommen. Dann ging es ziemlich lange über eine
kurvige Straße zwischen dicht bewachsenen Bergen durch. Im letzten Abschnitt
hat sich eine Bananenplantage an die andere gereiht. Die Bananenstauden
sind mit blauen Plastikmüllbeuteln gegen Insekten geschützt. Wenn diese
in den Wasserkreislauf geraten und ins Meer gespült werden, verwechseln
diese die Schildkröten mit Quallen und ersticken daran. |
|
Station 2: Cahuita (Tag 3-6) 
Im Regen an der Karibikküste
In Cahuita hat uns der Busfahrer am Ortseingang rausgelassen. Da haben
wir dann erstmal kurz doof geschaut, weil wir damit gerechnet hatten,
dass dort Taxis warten oder man von Schleppern angesprochen wird. So haben
wir dann unsere großen und kleinen Rucksäcke genommen und sind zu Fuß
in den Ort gelaufen. Hier gibt es keine großen Hotels, sondern viele kleine
Cabinas. Wir haben das Cahuita Sunshine gesucht, das uns Christoph empfohlen
hatte. Hier gibt es fast ausschließlich sehr dunkle Jamaicaner, so wie
auch unser Cabina-Vermieter. Die sprechen wieder eine ganz eigene kaum
zu verstehende Sprache. Wir haben 3 Nächte im Voraus bezahlt (1 Nacht
10 $ pro Person). Unser Zimmer im Erdgeschoss war voll in Ordnung. Nach
der Ankunft sind wir kurz zum Strand, der nur 50 m entfernt um die Ecke
liegt und haben gleich am allerersten Baum unser erstes Faultier gesehen.
Das Faultier war gar nicht faul und ist auf dem Baum rumgeklettert. Ich
habe mir dann eine Ananas genehmigt und bin ins Meer. Das Wasser war sehr
warm und auch beim Rausgehen war mir überhaupt nicht kalt, obwohl nur
noch Schatten war. Abends haben wir uns mit Nobite gegen die Mücken geschützt
und sind durch den Ort gelaufen. In Costa Rica wird es im November sehr
früh dunkel, so gegen 17 Uhr. Wir haben in einem netten Lokal Fisch bzw.
Shrimps gegessen und sind gegen 21 Uhr früh ins Bett. Am nächsten Tag
hat es in Strömen geregnet und wollte gar nicht mehr aufhören.
Als der Regen schwächer wurde, sind wir zum Strand in den Cahuita Nationalpark,
zum Glück mit der richtigen Kleidung – Wandersandalen, Zipphose und Regenjacke.
Es hat permanent leicht geregnet, war aber schön warm. Im Park hat uns
gleich am Eingang ein Wärter auf einen großen Leguan im Baum hingewiesen.
Der Weg im Park führt immer entlang der Meeresküste, mal mehr mal weniger
weit davon entfernt. Gleich nach wenigen Minuten haben wir unser zweites
Faultier in einem Baum entdeckt, das in seinem langsamen Tempo über die
Äste geklettert ist. Dann
haben wir noch ein kleineres Exemplar gefunden. Auf dem weiteren Weg mussten
wir zweimal einen kleinen Fluss oder eher ein Bächlein mit eklig rostrotem
kniehohem Wasser durchqueren. Kerstin wurde dann in ihrer schwarzen Jacke
von Mosquitos verfolgt, weshalb sie zur Cabina zurück ist. Ich bin dann
alleine weiter und habe gleich nach einer Minute einen Affen mitten auf
dem Weg getroffen. Müsste ein Weißschulterkapuziner gewesen sein. Nachdem
der Weg lange durch dichten Wald ging, bin ich zu einem sehr schönen wilden
Strand mit vielen gebogenen Kokospalmen gekommen. Dann ging es wieder
durch dichte wilde Bananenstauden. An einer habe ich eine schöne Bananenblüte
gesehen.  Ich
bin dann weiter nach Porto Vargas und noch ein Stückchen weiter. Nach
ca. 8 km bin ich zurück. Da es dann kaum mehr geregnet hatte, wurde die
Tierwelt gleich reger. Im Wald habe ich zweimal einen großen Schmetterling
gesehen. Unten schwarz, oben hellblau und ca. 15-20 cm Spannweite. Er
kam mir direkt auf dem Weg entgegen geflogen und ist dann in den Wald
verschwunden. Für Fotos war ich leider zu langsam. Sonst habe ich noch
Riesenameisen gesehen, die ziemlich schnell sehr große Blätter durch die
Gegend getragen haben und ein paar kleine Krabben, die über den Weg gehuscht
sind. Zurück an der Cabina haben Kerstin und ich weiter im Reiseführer
gelesen, um die weitere Tour zu planen, was gar nicht so einfach ist,
wenn man keine weitere Übernachtung in San José verschwenden möchte. Zumindest
beim Umsteigen kommt man an San José einfach nicht vorbei. Wir haben noch
zwei weitere Gäste kennen gelernt, die uns Eddi’s Cabin in St. Elena empfohlen
haben. Der Flurfunk funktioniert in Costa Rica ganz gut. Abends waren
wir gemeinsam im Lokal Chacha, wo wir Chicken Nachos gegessen haben. Am
folgenden Tag sind wir mit den beiden anderen bei sehr wolkigem Himmel
nach Cahuita Nord und dort über den Playa Negra gelaufen, wobei uns ein
sehr anhänglicher Hund begleitet hat. Es war heftiger Wellengang und sehr
warm, aber bewölkt und unschön. Nachmittags wollten wir uns an den Strand
legen, aber es war einfach zu nass. So sind wir noch mal den Nationalparkweg
am Strand entlang. Der zu überquerende Fluss war an diesem Tag hüft- bis
brusthoch, weshalb sich fast niemand durchgetraut hat. Abends waren wir
noch mit den beiden anderen Essen und haben dann alles reisefertig verpackt.
Um halb sieben morgens sind wir aufgestanden und haben uns spontan für
St. Elena als nächstes Reiseziel entschieden. Wir mussten also zum Bus
um 7.30 Uhr nach San José. Wie immer im Regen. Auf dem Weg nach San José
wurde das Wetter immer besser. Richtig sonnig und warm. Dort angekommen,
sind wir höchstwahrscheinlich reingelegt worden. Wir wollten mit dem Taxi
einfach nur zur Busstation fahren, die ca. 1 km entfernt ist. Der Taxifahrer
hat uns erzählt, dass wegen einer Demo keine Busse ab San José fahren
und uns für 20 $ nach Alajuela gebracht. Dort an der Busstation haben
wir uns sehr unwohl gefühlt und hätten dort aber drei Stunden auf den
Bus warten müssen. Irgendjemand hat Kerstin eine braune Flüssigkeit hinten
an die Hose gespritzt und andere haben sie darauf hingewiesen und wollten
sie zum Saubermachen zu einer Toilette schicken – vermutlich ein Trick,
um entweder Geldbörse oder Rucksäcke zu stehlen. So sind wir entgegen
unserer Pläne spontan in den Bus nach Fortuna gestiegen, um Alajula schnellstmöglich
zu verlassen, und weitere vier Stunden Bus gefahren. Wir sind durch viele
Klima- und Wetterzonen gefahren. Trocken und heiß, bewölkt, verregnet,
neblig etc
|
|
Station 3: La Fortuna / Vulkan Arenal (Tag 6-8) 
Ja wo ist er denn der Vulkan?
In Fortuna hat uns Roger am Bus für seine Cabina geworben. Er ist sehr
nett und gastfreundlich. Die Zimmer sind o.k. Wir haben bei ihm zwei Touren
gebucht. Für Freitag wollten wir erst auf eigene Faust zu den Wasserfällen
und dann nachmittags und abends mit Guide zum Vulkan Arenal, um den Lavastrom
im Dunkeln zu sehen und in der Therme zu baden (30 $). Für Samstag ist
geplant, per Taxi-Boot-Taxi über den Arenalsee nach St. Elena zu fahren
(19$) und dann dort zu bleiben. Wenn wir nur gutes Wetter hätten! Abends
sind wir im Ort zum Essen und ins Internetcafé. Am nächsten Morgen nach
einer Nacht mit heftigen Regenschauern hat morgens um 8 Uhr Roger ans
Fenster geklopft, um mir seine Vögel zu zeigen. Er hat tatsächlich unzählige
kleine bunte Vögel in seinem Garten. Kleine blaue, mittelgroße schwarze
mit rotem Rückengefieder und zwei schöne große bunte mit gelbem Bauch.
Tagsüber hat es den ganzen Tag weitergeregnet. Unsere geplante Wanderung
zum Wasserfall ist buchstäblich ins Wasser gefallen.
Um 15.30 Uhr sind wir gemeinsam mit Roger und einem australischen und
kanadischen Pärchen zum Vulkan Arenal gefahren. Auf
dem Weg haben wir an der Straße halt gemacht und eine Horde von Nasenbären
gesehen. Vom Parkplatz aus sind wir eine Stunde lang bei heftigem Regen
durch den Wald gelaufen. Es ging ganz gut bergauf. Leider haben wir keine
Brüllaffen gesehen. Auch nicht gehört. Denen war’s wohl auch zu nass.
Etwas
deprimiert haben wir von unserem Zielbeobachtungspunkt im Regen auf den
Arenal geblickt, der leider nur unten zu sehen war, da darüber alles wolkenverhangen
war. Es hat dann tatsächlich aufgehört zu Regnen und die Wolken haben
sich verzogen. Lediglich die oberste Spitze blieb verdeckt. Zunächst haben
wir hin und wieder ein Grollen gehört. Als es dunkler wurde, haben wir
die rote Lava seitlich vom Berg herab laufen gesehen. Wir
sind ein Stück weiter zu einem anderen Punkt mitten zwischen vielen Kühen.
Der Berg war inzwischen ganz schwarz mit glutroten Lavaströmen. Im Dunkeln
sind wir dann zum Autoparkplatz, vorbei an den Kühen und unzähligen Glühwürmchen.
Im Anschluss sind wir in die Baldi Termae, wo wir uns zweieinhalb Stunden
lang in verschiedenen heißen Becken entspannt haben. Die Therme ist sehr
schön angelegt. Viele unterschiedliche Becken im Freien. Es war einfach
endlich mal schön warm, sowohl im Wasser als auch im Freien. Wir haben
auf dem Weg von Becken zu Becken auch ein riesiges Opossum gesehen. Ich
bin total erschrocken, weil ich in diesem Moment gar nicht wusste, was
das für ein Tier ist. Sah aus wie eine überdimensionale Ratte. Gegen 21
Uhr sind wir zurück zu Jerry’s Cabinas.
Am
nächsten Tag bin ich früh aufgestanden und siehe da – der Regen hat aufgehört!
Am Himmel waren nur ein paar harmlose Blumenkohlwölkchen und der Vulkan
Arenal war hinter dem Garten völlig frei zu sehen. Er ist von der Sonne
in Licht und Schatten getaucht und stößt kleine Rauchwölkchen aus. Was
für ein Anblick. Außerdem habe ich wieder viele bunte Vögel gesehen. Inzwischen
weiß ich auch einige Namen, Veilchentragon und Passerini-Tangere. Außerdem
habe ich meinen ersten Kolibri neben zwei Schmetterlingen gesehen.
|
|
Station 4: St. Elena (Tag 8-10) 
Nebelwald und Nachtwanderung mit Tarantel
Am nächsten Tag haben wir ausgiebig gefrühstückt – Müsli mit Bananen,
Ananas, Toastbrot und O-Saft. Sehr lecker.  Um
8.30 Uhr sind wir mit dem Bus ins Reservat St. Elena. Es war ganz nett,
wir sind auf drei der vier Rundwege gelaufen, haben aber kaum Tiere gesehen,
außer einige Vögel und Kolibris. Am Ausgang habe ich noch ein Pekari gesehen,
das aber nicht wild, sondern eher das zahme Hausschwein war.
Abends habe ich alleine eine Nitghttour zur Tierbeobachtung für 17 $
gebucht. Es hat sich voll gelohnt! Außer mir waren zwei nette Amerikanerinnen
dabei. Unser Guide Johnny war spitze. Er ist hier aufgewachsen und kenn
den Wald und die Tiere. Außerdem ist er Biologe und hat uns viele interessante
Dinge erzählt. Anfangs
haben wir gar keine Tiere gesehen, aber interessante Bäume, zum Beispiel
einen, der innen ganz hohl ist. Die Pflanze wächst erst an einem anderen
Baum hoch und wächst dann von oben nach unten. Der innere Baum stirbt
irgendwann ab und so bietet der große hohle Baum Lebensraum für viele
Tiere. Unser Exemplar war 150 Jahre alt. Dann haben wir noch ein bizote,
einen Nasenbären, gesehen. Auf den Bäumen haben wir noch zwei Opossums
gesehen. Auf
einem kleine Zweig hat uns Johnny Treehoppers gezeigt, kleine Insekten,
die die Stacheln eines Zweiges imitieren. Richtig coole Viehcher. Sehr
faszinierend war auch der Alligator Tree. Außerdem haben wir die schlauchförmigen
Netze einer Spinne gesehen. Die Fäden dieser Spinne sind 10x so fest wie
Stahlt, weshalb die Armee diese untersucht, um sie zu nachzubilden. Ich
habe sie auch angefasst, die sind wirklich bombenfest. Das Highlight unserer
Nachttour war zweifelsohne die Tarantel. Johnny
kennt den Wald wie gesagt sehr gut und wusste genau, wo sie ihre Höhle
hat. Männchen streifen umher, aber die Tarantelweibchen bleiben in ihrem
Bau, in unserem Fall ein Erdloch. Sie hat schon auf uns gewartet. Groß,
schön, rot und schwarz. Sie reagieren auf Erderschütterungen, da sie nur
10% sehen und sind sehr aggressiv. Der
Biss ist nicht tödlich, aber eine Woche lang sehr schmerzhaft. Unser Guide
wurde auch schon mehrfach gebissen. Wenn man sie mit einem Zweig reizt,
dann stellt sie die vorderen Beine auf. Außerdem haben wir noch ein Insekt
beim Schlüpfen gesehen und ein Gürteltier. Später auf der Veranda haben
wir verschiedene Varianten für die weitere Reise überlegt. Wir fahren
um 6 Uhr mit dem Bus nach Puntarenas und dann entweder nach Quepos oder
mit der Fähre nach Nicoya. Hauptsache endlich Sonne, Strand und Meer.
|
|
|
|
Station 5: Monztezuma (Tag 10-16) 
Ein Traum!
Treffer versenkt. Wir haben unseren Traumstrand gefunden. Doch bis dahin war
es ein weiter Weg. Zunächst sind wir von St. Elena um 6 Uhr morgens
3,5 Stunden mit dem Bus nach Puntarenas. Die Straße war hier viel
besser, aber der Bus hielt überall an, so dass die Ticos direkt vor
ihren Häusern in den Dörfern zusteigen oder dem Busfahrer Tüten
mit Einkäufen mitgeben konnten. Der Bus war total überfüllt
und es wurde immer heißer. In Puntarenas haben wir uns ein Taxi
mit zwei deutschen Mädels (Melly und Laura) zum Fährhafen geteilt.
Dort sind wir
noch auf eine Chinesen aus Sacramento getroffen. Mit dem Fährboot
sind wir nach Paquera gefahren (75 Minuten) und von dort aus weitere zwei
Stunden lang mit dem Bus nach Montezuma.
Zu fünft haben wir dort einige der einfachen Tico-Unterkünfte
verglichen und uns dann für das Quartier Pension Arenas entschieden.
Die Zimmer sind sehr spartanisch – es stehen einfach nur ein Bett
und ein Stockbett drin. Klo und Dusche sind für alle auf dem Flur
mit nur kaltem Wasser. Es erinnert ein wenig an Pferdestallboxen, da die
Zimmer zwar durch Wände getrennt, aber oben offen sind. Der Strandbereich
ist dafür wunderschön und vermittelt sofort Urlaubsfeeling.
Hängematten zwischen Palmen, runde Steintische mit runden Steinbänken.
Vereinzelte Boote im Sand, zwitschernde Vögel, Pelikane über
dem Meer, die Fische fangen. Und viele verrückte junge Leute. Alleine
ist man hier nie. Wir sind gleich Baden gegangen, wo uns zwei redselige
Türken angequatscht haben, die seit 20 Monaten rumreisen. Hier in
Mittelamerika waren sie angeblich immer auf der Suche nach einem Strand
wie diesem und haben ihn nun endlich gefunden. Hier muss man jeden Tag
aufs Neue für die nächste Nacht bezahlen. Das ist ganz praktisch,
weil man sich so nicht vorher festlegen muss. Abends sind wir zu acht
Essen gegangen. Danach haben wir noch alle an dem runden Tisch geratscht.
Geschlafen habe ich so einigermaßen, die Temperatur war mit dem
Ventilator und dem offenen Deckendurchzug ganz erträglich.
Wir waren eine knappe Woche in Montezuma. Jeden Tag haben wir uns gedacht: ach eine Nacht können wir noch bleiben.
Wir haben viel Zeit mit Laura und Melly verbracht, sind am Strand gelegen, am schönen Steintisch gesessen, haben Spaziergänge zum Wasserfall unternommen, sind abends ausgegangen, saßen am Strand am Lagerfeuer, haben morgens dem Sonnenaufgang und den Pelikanen zugesehen, gemeinsam frisches Obst gekauft und am Strand gegessen, Karten gespielt etc. Wir hatten sehr viel Spaß und eine echt tolle Woche bei tollem Wetter. Wir konnten auch endlich mal Wäsche waschen, weil wir länger an einem Ort waren. Das Problem ist, dass sogar bei der Hitze die Wäsche schlecht trocknet, weil einfach eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.
Wir haten uns fast überlegt, noch länger in Montezuma zu bleiben, aber das wär ja auch dumm gewesen, vier Wochen nach Costa Rica zu fliegen und dann nur an einem Strand zu bleiben. So sind wir an unserem letzten Abend noch bis 3 Uhr morgens in Bars und am Strand unterwegs gewesen und konnten uns nicht vorstellen, wie wir am nächsten Morgen um 6 Uhr wieder aufstehen sollten.
|
|
Station 6: Quepos/Manuel Antonio (Tag 16-19) 
Nationalpark mit vielen Affen
Goodbye Montezuma! Frühmorgens sind wir mit dem Bus nach Paquera (2 Stunden)
und von dort mit der Fähre nach Puntarenas (75 Minuten). Auf dem Boot
hat Kerstin Lauras Wunde gesäubert, da alles voll Sand und Dreck war.
In Puntarenas mussten wir uns leider von den Mädels trennen, da sie in
die Karibik weiter wollten. Es hat keine fünf Sekunden gedauert, dann
hatten wir schon die nächste Begleitung: Sam aus Seattle. Er hat uns gefragt,
ob wir uns das Taxi zum Busbahnhof teilen können. Dort haben wir in einem
Restaurant über zwei Stunden auf den Bus gewartet. Sam ist Fotograf und
wirkt auf den ersten Blick ganz nett. Nach weiteren 3,5 Stunden im Bus
sind wir abends endlich in Quepos angekommen. Wir sind ins Mar y Luna.
Wir wollten ein Doppelzimmer für uns und ein Einzelzimmer für Sam, daber
da in dem letzten freien DZ das Waschbecken komplett runtergebrochen auf
dem Boden lag, sind wir für eine Nacht übergangsweise in ein 3-Bett-Zimmer
gegangen. Angeblich mit Warmwasser. Im Klo habe ich gleich eine fette
Kakerlake entdeckt. Gut, dass wir einen Mann im Zimmer hatten, so war
klar, wer uns zu retten hatte. Ich hab dann ziemlich kalt geduscht und
mich gefragt, ob Warmwasser vielleicht bedeutet, dass es nicht ganz eiskalt
ist. Sonst ist die Unterkunft aber o.k. . Vor allem die Besitzer sind
extrem freundlich, so wie ich mir das eigentlich bei allen Privatunterkünften
vorgestellt hatte. Und billig ist es noch dazu (8 $ pro Person). Dafür
hatten wir in der Nacht eine weitere Kakerlake im Bad.
Am zweiten Tag in Quepos bin ich mittags alleine mit dem Bus nach Manuel
Antonio an den Strand gefahren. Dort
hatte ich einen schönen erholsamen Nachmittag. Der Strand ist sehr groß
und dennoch schön. Ich habe mich ziemlich ans Ende gelegt und es tatsächlich
geschafft, dass dreimal das Wasser meine Sachen nass gemacht hat. Mein
Strandtuch war klitschlass und voller Sand. Mein Buch und meine Kleidung
waren auch komplett durchnässt. Nach der ersten Nassaktion bin ich so
viel weiter weg vom Wasser und bin dennoch zwei weitere Mal nass geworden,
wenn auch nicht ganz so arg. Abends zurück in Quepos war der Besuch im
Internetcafé erfolglos, da es im ganzen Ort keine Verbindung mehr gab.
Später waren wir mit einer Kanadierin, die irgendwie eine Meise hatte,
in einem ziemlich schlechten Lokal. Als wir zurück sind ins Mar y Luna,
haben wir gerade noch gesehen, wie unser temporärer Mitbewohner Sam wegging,
ohne wie besprochen den Schlüssel an der Rezeption abzugeben. Unsere Zimmertüre
hatte er einfach offen gelassen. Nachts kam er irgendwann total zugekifft
zurück. Morgens hat er einen fliegenden Abgang ohne Verabschiedung gemacht.
So ein Idiot. Dafür hat der Trottel seine Tüte mit Essen vergessen, sodass
wir gleich eine Brotzeit für unseren Ausflug nach Manuela Antonio hatten.
Dort im Park war es sehr schön, auch wenn ich mich an diesem Tag körperlich
sehr schlecht und kraftlos gefühlt habe. Wir haben viele Totenkopfäffchen
gesehen, auch eine Mami mit ihrem Baby. Wir sind mehrere Wanderwege gegangen,
die sehr matschig waren. Am
Ende des ersten Weges haben wir tolle Echsen gesehen und sind dann nebenan
zu einer tollen Badebucht gelangt, dem Playa Blanca. Dort haben wir uns
ausgeruht und gebadet. Weiter ging’s auf dem Sendora Perezosa, wo wir
ein Faultier mit Baby gesehen haben. Über den Sendora Mirador sind wir
zu einem tollen Aussichtspunkt gelangt. Später sind wir noch auf einen
dreibeinigen Waschbären gestoßen. Nach dem Parkbesuch haben wir noch am
Strand von Manuel Antonio mit den Pelikanen gebadet und die letzten Sonnenstrahlen genossen. Abends haben wir
unsere sieben Sachen für die weitere Reise zusammengepackt. |
|
Station 7: Domenical (Tag 19-20) 
Surfer's Paradise, aber ohne Surfen bisserl blöd
Am nächsten Morgen sind wir um 8 Uhr aufgestanden. Ich hatte kaum geschlafen und
hatte schreckliche Kopfschmerzen. Wir sind mit dem Bus nach Uvita. Dort
haben wir uns im Ortsteil Bahia kurz umgesehen und festgestellt, dass wir
mitten in der Pampa sind und unseren Bus gleich wieder in die andere Richtung
bestiegen. So sind wir in Domenical gelandet, um Klassen besser als Uvita,
aber ich habe Montezuma ganz schrecklich vermisst. Nach langem Hin- und
Hergelaufe mit den großen, schweren Rucksäcken haben wir eine verhältnismäßig
nette Unterkunft mit Gemeinschaftsküche gefunden. Bad und Klo sind allerdings
auch sehr gemeinschaftlich. Der Strand ist sehr, sehr lang und breit, aber
nicht wirklich badegeeignet. Das
Meer ist weit zurückgezogen und am Strand gibt es überhaupt keinen Schatten.
Für die Surfer ist es hier wohl ganz toll. Abends haben wir mit den Kanadiern
Steve und Stacy ein schönes Lagerfeuer gemacht. Der komische Kauz Sam war
zufällig auch in unserer Unterkunft. Man trifft in Costa Rica wirklich ständig
Leute wieder. Am nächsten Tag haben wir schon wieder gepackt und sind nochmals
kurz zum Strand. Das Meer hatte tolle Surfwellen und war schön warm. Wir
hatten inzwischen einen abenteuerlichen Plan geschmiedet. Wir wollen mit
dem Bus über San Isidro – Palma Norte – Neilly – Paso Canoas nach Panama.
Dort nach David und von da nach Norden, über Almirante zur Bocas del Toro
und einige Tage später wieder über Sixaola nach Costa Rica, Porto Viejo,
und von dort nach San José. War sehr gespannt, ob unser Plan klappen würde.
|
|
Station 8: Panama (Tag 20-23) 
Aufregende Grenzüberschreitung und Süd-Nord-Durchquerung Panamas
Unsere mühsame Reise nach Panama begann gegen 14.30 Uhr. Wir sind mit dem Bus
nach San Isidro, wo wir erstmal rausfinden mussten, wo der Bus nach Palma
Norte abfährt. Nach langer Warterei sind wir mit dem richtigen Bus weiter,
leider ohne Sitzplätze und das für eine 3stündige Busfahrt. Obwohl wir überhaupt
keine Lust mehr auf Busfahren hatten und auch eine Übernachtungsempfehlung
für Palmar Norte gehabt hätten, sind wir nach reiflicher Überlegung doch
noch weiter Richtung Grenze gefahren bis Ciudad Neilly. Sich dort abends
eine Unterkunft zu suchen, war sehr mühsam. Mir sind mit den schweren Rucksäcken
kreuz und quer durch die hässliche Fast-Grenzstadt gelaufen. Eine Unterkunft
war so unter aller Kanone, dass wir gleich wieder gegangen sind, obwohl
wir hundemüde waren und nur ein Bett zum Schlafen wollten. Es war dunkel,
düster und total schmutzig und schmuddelig. Bereit, alles Geld der Welt
zu zahlen, sind wir zum Hotel Andrea gelaufen – aber da war alles voll.
Glücklicherweise haben wir dann doch noch ein gutes Hotel neben dem Busbahnhof
gefunden. Abends sind wir im Hotel Andrea teuer, aber dafür schlecht, Essen
gegangen. Zum Geldautomaten sind wir nachts nicht mehr, das haben wir uns
für das Tageslicht aufgehoben. Wir sind am nächsten Tag früh aufgestanden
und haben gepackt. Mehrere Geldautomatenversuche waren leider erfolglos,
entweder wurde meine Karte nicht akzeptiert oder es gab keine Dollar, die
wir aber dringend für Panama benötigten. Mit dem 8-Uhr-Bus sind wir stehend
nach Paso Canoas an die Grenze gefahren. Dort haben wir ewig gebraucht,
um aus Costa Rica aus- und nach Panama einzureisen. Stempel hier, Stempel
da, Migrationskarte ausfüllen etc. Das Ganze war etwas chaotisch und es
war sehr mühsam, mit den Rucksäcken im Niemandsland zwischen den beiden
Ländern hin- und herzulaufen. Am Einreisefenster Panama stand, dass wir
500 $ Bargeld oder in Cheques vorweisen müssen, was wir aber beides nicht
hatten, da am Grenzautomaten zwar die Karte funktioniert hatte, aber die
Nulltaste nicht ging, was es unmöglich gemacht hat, einen verfügbaren Betrag
einzutippen. Der Grenzbeamte hat uns aber trotzdem mit unseren 100 $ rüber
gelassen. Auf Panamaseite sind wir mit einem klimatisierten Kleinbus nach
David gefahren. Dort konnte Kerstin endlich 200 $ abheben, meine Karte hat
leider wieder nicht funktioniert. Das Umsteigen in den Bus von David nach
Almirante war völlig unproblematisch. So haben wir also in ca. drei weiteren
Stunden Panama von Süden bis Norden durchquert. Panama sieht ganz anders
aus als Costa Rica. Die Straßen sind in einem Topzustand und es gibt mehr
Laubbäume, weniger Palmen und viel mehr Weiden- und Wiesenflächen. Die Strecke
führt durchgängig an der schönen Natur mit vielen, vielen Bergen und Hügeln
vorbei bzw. darüber hinweg und dazwischen durch. Beide Busse auf Panamaseite
wurden von der Polizei aufgehalten und lediglich Kerstin und ich wurden
kontrolliert. In
Almirante hat uns eine Taxe zum Anlegesteg gebracht, wo uns ein Taxiboot
auf die Insel Bocas del Toro gebracht hat. Dort endlich angekommen, haben
wir auf der Suche nach einer Unterkunft auch wieder die ersten Touristen
bzw. Europäer seit Tagen gesehen. Denn auf unserer gesamten Reiche nach
und durch Panama waren wir die einzigen. Unsere Unterkunft Hotel Scarlett
hat angeblich warmes Wasser und einen Fernseher. Beides war allerdings nicht
vorhanden, nicht einmal das Fenster hatte Scheiben. Wir sind zuerst durch
den Ort gelaufen, um uns zu orientieren und haben vom Steg aus den Sonnenuntergang
angesehen. Abends haben wir übers Internet erfahren, dass die Wettervorhersage
für unseren restlichen Urlaub viele Wolken vorgesehen hat. Beim Pizzaessen
bei Da Claudio am Eck haben wir unsere Türken aus Montezuma wieder getroffen.
Und diese hatten am Vortag Melly und Laura in Panama getroffen. Hab mich
total gefreut, nach der langen Reise wieder nette Gesichter zu sehen. Nach
dem Essen haben wir erfolglos versucht, unsere Unterkunft zu wechseln und
waren mit den beiden Türken noch ein Bierchen trinken. Sind morgens für
einen zweiten vergeblichen Versuch, die Unterkunft zu wechseln, aufgestanden.
So haben wir uns im Scarlett beschwert und daraufhin ein tolles Zimmer direkt
neben unserem bekommen. Mit warmem Wasser, TV und Bett mit Latten. Bei meinem
vom Vortag waren nur ganz wenige Holzbretter mit so riesigen Abständen drin,
dass mein Körper total durchhing. Ab
9.15 Uhr haben wir einen tollen Ausflug mit dem Boot gemacht. Zuerst ging’s
zum Dolphinwatching. Habe zum ersten Mal Delfine in freier Wildbahn gesehen.
Sie
waren in Zweier- oder Dreiergruppen unterwegs und sind ab- und aufgetaucht.
Ich glaub jedoch nicht, dass sie so begeistern davon sind, dass ständig
Boote in ihr Revier kommen. Danach sind wir auf eine andere Insel zum Schnorcheln,
wo wir viele bunte Fischlein gesehen haben. Auf wieder einer anderen Insel,
waren wir in einem Restaurant bzw. haben am Steg davor an unseren Käsebroten
gekaut. Das Wetter war an diesem Tag endlich einmal super. Teilweise bewölkt,
aber kein Regen. Nach dem Essen sind wir auf die Insel Batimentos, wo wir
durch den Park gelaufen sind und am anderen Ende zwei Stunden lang am schönen
Strand waren. Das
Meer hatte richtig tolle Wellen und wir waren lange im Wasser. Durch den
Park ging’s wieder zurück zum Boot. In Bocas haben wir vom Steg aus den
Sonnenuntergang beobachtet. Zum Abendessen waren wir noch mal bei Da Claudio.
Auf der Straße lief ein Hund vorbei, der einen Affen fest um den Rücken
geklammert hatte. Das sah witzig aus. Es hat dann wieder angefangen, sehr
stark zu regnen. Am
nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden, um das Boot nach Changuinola
zu bekommen. Das war allerdings schon voll, so mussten wir bis 9 Uhr auf
das Boot nach Almirante warten. Obwohl es nachts geregnet hatte, war wieder
tolles heißes Wetter. In Almirante haben wir uns mit vier Amerikanerinnen
ein Taxi zur Grenze nach Sixaola geteilt. Der Grenzübertritt dort war
sehr viel einfacher als im Süden in Paso Canoas. Ausreisestempel auf
Panamaseite, zu Fuß über die Brücke und Einreisestempel
auf Costa Ricanischer Seite. Von dort aus haben wir uns nochmals ein Taxi
mit den Amerikanerinnen für die zweistündige Fahrt nach Puerto
Viejo geteilt. |
|
Station 9: Porto Viejo (Tag 23-26) 
Und wieder Regen an der Karibikküste
|
Dort sind wir im Hotel Puerto Viejo in einer kleinen Holzcabina mit großen
Krebsen in Löchern direkt vor der kleinen Veranda. Der Garten ist ganz
nett, allerdings fehlen Stühle, Tische, Bänke, Hängematten
etc. Nachmittags sind wir durch den Ort gelaufen und war an zwei verschiedenen
Stellen am Strand. Man konnte in einem wellengeschützten Becken baden,
das war ganz erholsam und leider auch die letzte Sonne, die wir gesehen
haben. Das wussten wir auch zu schätzen, da der Wetterbericht nur noch
schlechtes Wetter angesagt hatte. Abends
sind wir zum Essen ins Hot Rocks Café, wo kostenlos ein Kinofilm
nach dem anderen lief. Davon hatten uns schon die Kanadier in Domenical
erzählt. So bin ich dann in Costa Rica noch zu Harry Potter IV auf
Englisch mit spanischen Untertiteln gekommen. Danach kam noch Brotherhood
of the Wolfs. Am Folgetag war mittelschlechtes Wetter. Zunächst kein
Regen, aber schwarze Wolken am Himmel. Nach einem Strandspaziergang haben
wir zufällig beim Einkaufen im Ort Steffi, die wir in San José
kennengelernt hatten, mit ihrer Freundin Julie getroffen. Das war echt witzig,
denn wir wollten uns irgendwo treffen, wussten aber nicht, wer wann wo ist.
Und die beiden haben uns erzählt, dass sie in Manuel Antonio zwei Schweden
getroffen hatten, die erzählt haben, dass im Mar Y Luna zwei Münchnerinnen
wohnen - das waren wir! Und als wir mit den beiden in einem Café
waren, ist auch noch Eduardo aus Montezuma an uns vorbeigelaufen. Abends
waren wir mit den beiden Mädels wieder in dem Kino-Restaurant im Freien
und haben "Fluch der Karibik" geschaut. Beim anschließenden
Barbesuch hat es wieder in Strömen geregnet. In der Nacht wurde es
noch schlimmer. Regen,
Regen, Regen, Regen.
Und am nächsten Tag ging es weiter mit: Regen, Regen, Regen. Vormittags
haben wir uns mit einigen Hindernissen ein Busticket für den nächsten
Tag 7 Uhr gekauft (erst hat er ein Ticket für 11 Uhr ausgestellt, dann
war der Ticketdrucker kaputt…). Wegen des heftigen Regens hingen wir
tagsüber nur rum und sind abends, als es schwächer wurde, Essen
gegangen. Dort ist plötzlich ein riesengroßer Krebs quer durchs
ganze Lokal gelaufen. Wir mussten dann noch ewig sitzen bleiben, weil es
wieder so gegossen hat, dass wir klitschnass geworden wären, wo doch
eh schon all unsre Klamotten so feucht waren, dass man sie nicht mehr anziehen
möchte. Irgendwie ist es schon gemein, dass es immer dann regnet, wenn
wir an der Karibikküste sind.
|
Station 10: San José (Tag 26-27) 
Erholung vor dem Rückflug
Am nächsten Morgen sind wir um 6 Uhr aufgestanden. Es hat endlich aufgehört zu
regnen - jetzt, wo wir abreisen. Nach unserer Busfahrt von Porto Viejo nach
San José sind wir mit dem Taxi zu Kap's Place. Endlich eine saubere Unterkunft
mit Dusche. Frisch geduscht sind wir zu Fuß zur Mall San Pedro und haben
Geschenke gekauft. Zurück in der Unterkunft haben wir das Free Internet
genutzt. Am nächsten Morgen sind wir gemütlich aufgestanden und haben wir
ein letztes Mal unsere sieben Sachen zusammengepackt. Dann ging's mit dem
Taxi zum Flughafen. Dort wurden an den verschiedensten Stellen unsere zahlreichen
Ein- und Ausreisestempel kontrolliert. Aus irgendeinem Grund hat mich direkt
beim Einsteigen ins Flugzeug jemand beim Namen gerufen und mir meinen Pass
zur nochmaligen Kontrolle entführt. Ich solle schon einsteigen und man würde
mir den Pass nachbringen. Hilfe. Ich war einigermaßen nervös, aber ich habe
tatsächlich meinen Pass zurückbekommen. Das Umsteigen in Miami war ziemlich
langwierig, da der Flieger eine Stunde Verspätung hatte. Im Flugzeug gab
es keine guten Filme, aber er ging trotzdem schnell vorbei. In Amsterdam
im Flughafengebäude mussten wir noch ziemlich weit durchs Flughafengebäude
laufen. In München hat uns Kerstins Vater abgeholt und durch die Schneelandschaft
nach Landshut gebracht. Wir waren hundemüde von der Reise und haben uns
sehr auf unsere Familien und eine Waschmaschine mit Trockner gefreut.
|
|
Besucher
zurück zur Startseite
|